Mit jahrelanger Erfahrung in der industriellen Automatisierung,WAGODie I/O-Systemserie 750 gilt seit Langem als Branchenmaßstab. Um den hohen Anforderungen zeitkritischer Netzwerke gerecht zu werden, hat WAGO nun die neue IP20-Remote-I/O-Serie 755 auf den Markt gebracht. Mit Kommunikationsgeschwindigkeiten im Mikrosekundenbereich von 100 Mbit/s und hochpräziser Abtastung bieten diese Produkte neue Automatisierungslösungen für Branchen wie Halbleiter, Automobilelektronik und Lithiumbatterien. Sie ergänzen die Serie 750 optimal und erweitern das Produktangebot für Kunden.
Seit ihrer Markteinführung 1995 hat sich die WAGO 750-Serie I/O seit über 30 Jahren im Praxiseinsatz bewährt. Dank Multi-Protokoll-Unterstützung, über 500 Funktionsmodulen und einem umfassenden Zertifizierungssystem findet sie breite Anwendung in zahlreichen Branchen wie der Automobilindustrie, der Lebensmittelverarbeitung, der Photovoltaik, der Chemieindustrie und der Gebäudeautomation und ist zu einem zuverlässigen Partner in der industriellen Automatisierung geworden.
Da Branchen wie die Halbleiterindustrie jedoch immer höhere Kommunikationsgeschwindigkeiten und Datenerfassungsgenauigkeiten fordern, genügt die 750er-Serie den extremen Anforderungen zeitkritischer Netzwerke nicht mehr. Aus diesem Grund hat WAGO die Hochgeschwindigkeits-I/O-Serie 755 entwickelt. Aufbauend auf dem klassischen Erscheinungsbild und dem modularen Design der 750er-Serie bietet sie eine umfassende Leistungssteigerung. Aktuell unterstützt sie die industriellen Feldbusprotokolle Profinet und EtherCAT, verfügt über eine breite Palette an Modulen, darunter digitale/analoge Ein-/Ausgänge, RTDs und Thermoelemente, und ist CE- und UL-zertifiziert, um internationalen Geschäftsanforderungen gerecht zu werden. Weitere Funktionsmodule befinden sich in der Entwicklung.
Die Einführung der 755er-Serie bietet Kunden vier Kernvorteile und verbessert die Leistung und Betriebseffizienz von Automatisierungssystemen umfassend:
Kommunikation mit 100 Mbit/s im Mikrosekundenbereich für maximale Geräteeffizienz.
Zykluszeiten von unter 1 ms, basierend auf einem 100-Mbit/s-Backplane-Bus, einer I/O-Aktualisierungszeit von 500 Mikrosekunden und einer Digital-Analog-Wandlungszeit im Mikrosekundenbereich, ermöglichen eine extrem schnelle Übertragung und Rückmeldung von Steuersignalen. Die Echtzeit-Datenübertragung reduziert die Latenz signifikant und erlaubt so eine schnellere Abtastung von Sensorsignalen wie Temperatur und Druck, eine präzisere Prozessüberwachung sowie die Erleichterung von Trendanalysen, vorausschauender Wartung und Qualitätsrückverfolgbarkeit – ideal für zeitkritische Anwendungsszenarien.
16-Bit-Hochpräzisions-Abtastung für zuverlässigere Daten:
17-Alle Analogmodule bieten 16-Bit-Präzision mit Eingangsfilterzeiten von bis zu 10 Mikrosekunden und erfassen präzise kleinste Änderungen von Signalen wie Druck, Temperatur und Position. Diese Filterung entfernt nicht nur Rauschen und verbessert das Signal-Rausch-Verhältnis, sondern reduziert auch Fehlinterpretationen und häufige Eingriffe in automatisierten Anlagen. Das Ergebnis ist ein reibungsloserer Systembetrieb, geringeres Überschwingen und Schwingungen sowie eine zuverlässige Datengrundlage für Parametereinstellung, Diagnose und Optimierung unter komplexen Betriebsbedingungen und Prozessen.
Integrierte Konfigurationswerkzeuge für eine einfachere Bedienung:
Es werden keine zusätzlichen Konfigurationswerkzeuge benötigt; alle Einstellungen können innerhalb der SPS-Software vorgenommen werden. Der Signaltyp für jeden Kanal lässt sich einfach konfigurieren und die passende Filterzeit auswählen. Die Software unterstützt außerdem das flexible Aktivieren/Deaktivieren von Kanälen und Diagnosefunktionen und ermöglicht die Anpassung von Diagnosemodi wie Überlastung, Unterbrechung, Kurzschluss und Überlastung. Dies vereinfacht die Fehlersuche erheblich und spart Konfigurationszeit.
Umfassende Diagnosefunktionen gewährleisten einen stabileren Systembetrieb.
Hardwareseitig ist der Adapter mit Netzwerkanschluss, Buskommunikation und Statusanzeigen für die E/A-Module ausgestattet. Die Module selbst verfügen über integrierte Statusanzeigen für jeden Kanal, wodurch Fehlerstellen intuitiv erkennbar sind und Modul- und Kanalprobleme einfach diagnostiziert werden können. Softwareseitig unterstützt er sowohl Standard- als auch erweiterte Konfigurationsmodi. SPS-Variablen können direkt mit Modulstatuswörtern verknüpft werden, was eine flexible Steuerung der Diagnosefunktionen auf Kanalebene ermöglicht. Umfassende Systemstatusüberwachung und Echtzeit-Fehlermeldung helfen dem Wartungspersonal, Fehler schnell zu lokalisieren und zu beheben und so Ausfallzeiten zu minimieren.
Die 755er-SerieDer Systemaufbau ähnelt dem der 750er-Serie. Ein vollständiger Betriebsknoten besteht aus einem Netzteil, einem Stromversorgungsmodul, Ein-/Ausgabefunktionsmodulen und Anschlussmodulen. Dank des modularen Aufbaus sind Erweiterung und Wartung einfacher, da jeder Knoten bis zu 32 Module ohne Leistungseinbußen unterstützt.
Aktuell ist die erste Serie von 19 Modellen der 755er-Serie auf den Markt gekommen, die im Wesentlichen die Kernbedürfnisse der meisten Kunden abdeckt.
Veröffentlichungsdatum: 14. April 2026
